Schrot&Korn-Leserwahl ? Die Besten Bioläden 2012:
Meinungen, Anmerkungen, Kritik und Vorschläge von Läden

Schwarze Stichpunkte: Feedback eines Ladens,
Blau: Stellungnahme von uns

 

... zur Aktionsidee:

  • Für meine Kunden ist die Wahl nicht so interessant. Die Kunden finden es langweilig, jedes Jahr wieder zu bewerten. Die meisten kommen und sagen mir Kritik direkt - positiv / negativ.

  • Ist für mich nix, zu kleiner Laden mit zu geringer Resonanz durch die wenigenKunden.

  • Durch den sehr persönlichen Kontakt sagen die Leute ihre Meinung direkt.

    • Gratulation zu Eurer guten Kundenbeziehung, die Kunden ermöglicht, Euch direkt Feedback zu geben.
      Normalerweise gibt es aber auch dann Kunden, die diesen Schritt nicht gehen. Die S&K Leserwahl bietet hier die besondere Chance, auch von denjenigen Kunden Feedback zu erhalten, die es sonst nicht äußern.
      Selbst Kunden, mit denen Ihr eine gute Kundenbeziehung habt, mögen manche Themen nicht einfach so (vielleicht vor anderen Kunden) ansprechen. Und auch Kunden, zu denen Ihr weniger Bezug habt, fällt es vermutlich leichter, Kritik/Wünsche per Karte zu äußern.

  • Ist jetzt kein Frust. Aber ich glaub nicht daran, dass mit dieser Aktion Akzente gesetzt werden. Mir geht dieses ganze "SuperStar" auf die Nerven.

    • Der "Superstar-Aspekt" ist ein Anlass, dass Medien Ihre Aufmerksamkeit auf uns richten: regionale Medien berichten über die ausgezeichneten Läden, überregionale über die Branche als Ganze. Das bietet die Chance, die Einkaufsstätte Bio-Laden positiv bei den Menschen ins Bewusstsein zu bringen ? damit Bio-Läden und Naturkost-Branche stärker wahrgenommen werden.

    • Daneben bietet die Leserwahl, als ganz wichtigen Aspekt, jedem Laden die Chance, auch Feedback zu erhalten, das sonst nicht direkt geäußert wird!

  • Bitte die Jury?? nach der Verleihung der 4 besten Bio-Läden aufstehen lassen.

    • Die Jury sind die Leser. Wir verzichten bewusst darauf, Fachleute bewerten zu lassen. Hier hat der Kunde das Wort.


... zum Aktionsrhythmus

  • Wir wollen nur alle 2 bis 3 Jahre unsere Kunden befragen - ich finde es langsam eher lästig dauernd eine Befragung durch zu führen.

  • Ich wünschte es wäre nur alle 2 Jahre. Dann könnte man sich intensiver damit befassen. Vielleicht 2 Monate Bewertung + inserieren in S&K. Viele hatten bei uns keine Lust o. Zeit o. nicht mit bekommen!?, trotz Werbung.

    • Weil dieser Wunsch manchmal geäußert wurde haben wir dies vor x Jahren abgefragt. Damals war die Mehrheit für den jährlichen Rhythmus.

    • Davon abgesehen bietet der jährliche Rhythmus zwei Chancen:
      1. Veränderungen ? positive / negative ? werden frühzeitig und schnell wahrgenommen. 2. Wo die Chance durch Urkunden besteht, gibt es doppelt so oft die Möglichkeit, bei den Medien zu punkten.

    • Mit der Ergebnis-Auswertung erhält jeder Laden, von dem Wahlkarten im bio verlag eingetroffen sind, eine Auswertung mit Noten und den Bemerkungen der Kunden. Das ist immer die Chance, Kunden-Wünsche zu erkennen und sie ggf. umzusetzen.
      Viele Läden nutzen diese Möglichkeit gerne jährlich.

    • Im jährlichen Rhythmus kann sich jeder Laden auch entscheiden, die Leserwahl im Wechsel mal mehr, mal weniger aktiv aufzugreifen.

... zum Bewertungs-Weg:  Laden - Kunden - Auswertung

  • Viele Kunden würden die Karte gern im Geschäft abgeben.

  • Wieso wurden die Karten nicht abgeschickt, (viele Karten im Laden ausgefüllt, Marke bekommen und dann nicht abgeschickt).

  • Kostenfreier Kartenversand oder verplombte Sammelbox, weil Kunden oft die Karte nicht versenden. Ist ihnen zu anstrengend eine Briefmarke zu besorgen, zum Briefkasten zu gehen.

    • In diesem Fall bietet es sich an, die online-Abstimmung stärker zu bewerben. Denn immer mehr Menschen, gerade Naturkost-Kunden, nutzen das Internet zur Kommunikation. Und damit kommt die online-Abstimmung den Gewohnheiten vieler Kunden näher. ? Der Link dazu ist auf der Teilnahme-Karte genannt, bitte weist aktiv darauf hin!

    • Die Sammelbox im Laden ist eine jährlich wiederkehrende Anregung ? eine Idee, die wir nachvollziehen können und die wir intensiv geprüft haben:
      Einerseits gibt es sicherlich Kunden, die eine Sammelbox gerne, vielleicht auch verstärkt, nutzen würden.
      Andererseits kann eine Sammelbox die Kunden von ehrlichem, kritischem Feedback abhalten, wenn sie wissen, dass ihre Karten im Laden gesammelt werden. Schließlich hat der bewertete Laden direkten Zugriff auf die Karten.
      Eine Box kann daher schnell den Eindruck der Manipulierbarkeit erhöhen und ist im Einzelfall vielleicht auch eine Einladung, das zu tun.
      Einfache Sammelboxen sind definitiv nicht sicher gegen Manipulation. Eine verplombte Box verursacht aber sehr hohe Kosten (Produktion, 2x Versand).
      Und um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Läden zu haben, müssten alle Läden diese Box aufstellen.

... zur Resonanz

  • wenn kaum jemand abstimmt, wen interessiert das Ergebnis.

  • Wir halten nicht viel von der alljährlichen Wahl. Noch nicht mal 30% der Läden, bekamen mehr als 20 Karten, von wer weiß wie viel ausgefüllten Karten. Das ist doch eine sehr schwache Resonanz.

  • Wir haben vergrößert und zu wenig positives Feedback. Wir sind sehr enttäuscht.

    • Zumindest diejenigen, die abgestimmt haben, interessiert sicherlich das Ergebnis. Und gerade für die Kunden, die sich die Mühe der Bewertung gemacht haben, ist es wichtig zu zeigen, dass man die Bewertungen ernst nimmt. Damit steigt auch die Chance, dass im folgenden Jahr mehr Kunden mitmachen. Denn wenn Kunden sehen, dass der Laden sich die Bewertungen anschaut und manche Anregung auch umsetzt, sind sie motiviert mitzumachen, um den Laden im Wettbewerb zu unterstützen.

  • Wir sind wohl zu klein für den Wettbewerb

    • Nur Mut: unsere Erfahrung ist, dass die Resonanz eines Ladens kaum von der Größe abhängt, dafür umso mehr davon, wie aktiv die S&K Leserwahl den Kunden vermittelt wird! Kleine Läden profitieren dabei häufig von ihrem engeren Kontakt zu den Kunden!

    • Selbst wenn Ihr nur wenige Rückmeldungen erhaltet, bergen diese doch manchmal wichtige Hinweise für Euch und Eure Entwicklung.
      Um diese Möglichkeit optimal für Euch nutzbar zu machen, animieren wir die Kunden dazu, neben den Noten auch die
      "Bemerkungen" für ihr Feedback zu nutzen. Das ist 2009/2010 bei 84 % der Rückmeldungen gelungen!

 

... zu Bewertungskriterien und Vergabekriterien für Urkunden

  • Bewertungssystem für Ladner verständlicher machen

  • Ich würde gerne die Auszeichnungskriterien verstehen. Z.B. Gold bei nur 1,00 und in Kategorie Preis/Leistung gar keiner. Wie oft Gold, Silber, Bronze sind in jeder Kategorie vergeben worden?

  • Werden die Anzahl der eingegangenen Karten bewertet, das wäre gerechter

  • Einerseits haben wir uns über die Auszeichnung gefreut; andererseits ist uns der Begriff "Sauberkeit" eher peinlich. Wir werden die Urkunde nicht aufhängen.

  • Stell Dir vor, Du gewinnst nur 1 Urkunde in "Sauberkeit"! (zu Frage 1)

  • Frage, z.B.: In welchem Bereich sollte Ihr Laden sein Sortiment ausbauen? Bereiche vergeben - Brot/Backwaren, Gemüse, ?

  • Wie kann man die Note 1,0 erreichen?

  • Wüsste gerne, ob es einen "Notenschlüssel" für die Urkunden gibt. (Hatte bei 1,08 selbst noch keine Urkunde)

  • Kann es sein, dass wir für Sauberkeit (Note 1,02) nur Bronze erhalten haben?

    • Das Niveau der Bewertungen liegt insgesamt sehr hoch. Das ist zunächst eine gute Nachricht und spricht für die Branche!

    • Die Bewertungs-Kriterien die einzelnen Aspekte wider, die einen Laden in der Wahrnehmung seiner Kunden ausmachen. ?Sauberkeit? ist einer dieser Aspekte.

    • Der Gesamteindruck erhält eine eigene Note. Genau die Möglichkeit, dass Kunden ihren Laden insgesamt toll finden, aber in speziellen Kategorien durchaus differenzieren, hat uns zu dieser Trennung geführt.
      Der Gesamteindruck ist mehr als die Summe der Einzelbestandteile!

    • Durch das hohe Niveau der Bewertungen differenzieren sich die Noten natürlich weniger voneinander. Verständlich, dass jemand enttäuscht sein kann, wenn selbst eine hervorragende Bewertung von z.B. 1,05 "nur" eine Bronze-Auszeichnung bedeutet.

    • Hinzu kommt, dass sich die verschiedenen Kategorien durch besondere Qualitäten auszeichnen, wo es dann noch enger wird? (zum Beispiel werden Hofläden allgemein für ihre frischen Waren, kleine Läden für ihre Freundlichkeit besonders gut bewertet.)

    • Für die Vergabe der Urkunde gibt es klare Kriterien:

      • In den 3 Größen-Kategorien (Bioläden, Naturkost-Fachgeschäft, Bio-Supermärkte) wird für jedes Kriterium: 1 Gold, 5 Silber, 10 Bronze-Auszeichnungen vergeben. Diese 16 Urkunden werden jeweils für alle 7 Kriterien vergeben.

      • Bei den Hofläden gibt es für jedes Kriterium: 1 Gold, 2 Silber, 5 Bronze

      • Wenn Läden gleiche Noten haben, und die Anzahl der entsprechenden Urkunde schon vergeben ist, können  z.B. statt 10 Bronze auch 11 oder 12 Bronze-Auszeichnungen vergeben werden.

      • Damit ist eine Urkunde auch nicht von einer bestimmten Note abhängig. Sondern hängt auch von dem Noten-Niveau des jeweiligen Jahres ab.

 ... zu Kundenwünschen, Umgang damit

  • Wie könnte man eine Diskussion auf unrealistische Kundenwünsche hinbekommen? Vieles ist einfach nicht veränderbar - Lage, Größe des Geschäfts.

    • Stimmt, manches ist nicht veränderbar. Vieles aber eben doch. Und selbst bei Punkten, die nicht veränderbar sind, ist der Hinweis ?hier sehen die Kunden ein Problem? wichtig. Vielleicht ist ja ein Austausch zu dem Thema mit den Kunden möglich, vielleicht stellt sich dabei heraus, dass zwar nicht das Problem selbst, aber eine Verbesserung am Rande, realisierbar ist.

 ... zu ?Dopingkontrolle?

  • Wir sind für Doping-Kontrolle. Bei mir würden die Alarmglocken klingeln, wenn jemand mit 1,00 durchs Ziel läuft. Deshalb nehmen wir nicht mehr aktiv an der Leserwahl teil.

  • Unsere Meinung ist, dass durch die online-Abstimmung zu viel manipuliert werden kann.

  • Ergebnis 1,0 sehr fragwürdig. Das Ergebnis sagt nichts über die wirkliche Tatsache über den besten Bioladen aus. Bezeichnung ist eigentlich irreführend.

    • Das Niveau der Bewertungen liegt insgesamt sehr hoch.
      Das ist zunächst eine gute Nachricht und spricht für die Branche!

    • Dadurch differenzieren sich die Noten natürlich weniger voneinander. Verständlich, dass jemand enttäuscht sein kann, wenn selbst eine hervorragende Bewertung von z.B. 1,05 "nur" eine Bronze-Auszeichnung bedeutet.

    • Hinzu kommt, dass sich die verschiedenen Kategorien durch besondere Qualitäten auszeichnen, wo es dann noch enger wird? (zum Beispiel werden Hofläden allgemein für ihre frischen Waren, kleine Läden für ihre Freundlichkeit besonders gut bewertet.)

  • Nicht schon wieder!! Schon alleine aus Gründen der Beeinflussbarkeit ist der "Wettbewerb" wenig repräsentativ

    • Manipulationsversuche gibt es ? leider ? immer. Und wir können sie auch nicht vollständig ausschließen. Aber wir können sie erschweren. Durch die wachsende Bedeutung der Leserwahl ist die Motivation für Mogeleien größer geworden und damit wohl auch die Manipulationsgefahr gestiegen.

    • Doch gleichzeitig wachsen unsere Möglichkeiten zur Überprüfung. Mit diesen Erfahrungen verbessern wir gerade unsere internen Kriterien und installieren für die nächste Leserwahl neue Überprüfungsprozesse.
      Ja, es gibt
      "Doping" bei der Leserwahl. Wir erschweren es ? aber verwerfen deshalb nicht den ganzen Wettbewerb.

    • In der Leserwahl 2009/2010 haben wir schon folgende Maßnahmen umgesetzt, um das Kunden-Feedback gegen Manipulation zu sichern:

      - bei der Wahl per Karte sichert der direkte Weg der Karten zu uns zurück ab, dass kein Laden Zugriff auf die Karten seiner Kunden hat (im Gegensatz zur Sammelbox, wo diese Absicherung sehr aufwendig ist). Falls ein Kunde das Frankieren vergisst, bezahlt der bio verlag das Porto. Dieses erhöht jedoch die Kosten für die Aktion.

      - die online-Abstimmung ermöglicht jedem Kunden mit seiner email-Adresse nur die einmalige Abstimmung für maximal zwei Läden. (Abstimm-Versuche darüber hinaus nehmen wir aus dem Rennen.)

      - bei der Erfassung der Karten schauen wir sehr genau hin: häufen sich z.B. Karten mit identischer Schrift und ist offensichtlich, dass hier jemand im Namen seiner gesamten Verwandtschaft Feedback für einen Laden gibt, disqualifizieren wir diese Karten.
      Daneben prüfen wir über Auffälligkeiten bei der Zusammensetzung der eingegangenen Kunden-Feedbacks für einen Laden, wo eine nähere Überprüfung notwendig ist. Dann werden alle Karten dieses Ladens genau geprüft.

 

... zu den Aktions-Werbemitteln

  • Auf die Wahlkarten kein Eindruck+ bitte freimachen; hält viele vom Mitmachen ab, weil sie nicht bezahlen wollen.

    • Die Formulierung "bitte freimachen, falls Marke zur Hand" gewährleistet, dass die abgeschickte Wahlkarte, falls der Kunde vergessen hat zu frankieren, doch mit in die Wertung genommen wird. Der bio verlag übernimmt dann das Porto.

    • Alternative zur Wahl per Post ist für viele Kunden die online-Abstimmung, auf die Ihr verweisen könnt und sollt, wenn dieses Argument auftritt. (Bereits 1/3 der Rückmeldungen kam in diesem Jahr online!).
      Der Link zur online-Abstimmung ist auf jeder Wahlkarte genannt!

  • DINA 3 wäre besser, könnte man laminieren für den Aussenbereich.
    2-3 DINA3 Ergebnis-Plakate zum Laminieren.

    • Danke für die Anregung. Wir werden für die nächste S&K-Leserwahl prüfen, ob diese Möglichkeit realisierbar ist (Kosten)